Drucken · Farben · indigo

Drucken mit Indigo

In seiner letzten Workshop DVD beschreibt Michel Garcia, wie man mit einer Indigopaste druckt und zwar so, dass es eine tatsächliche Reduktion des Indigo in den Fasern gibt.

Der Vorgang ist, wie bei allen M. Garcia Beschreibungen, wieder einmal so erklärt, dass man selbst noch jede Menge experimentieren muss, um es hinzubekommen. Aber da mich Drucken ohnehin schon seit ein paar Jahren umtreibt, war die Hürde nicht groß.

Das Drucken mit den Holzstempeln an sich, muss ich noch üben. Wenn ich die Stempel auf einem harten Untergrund drucke, dann dringt nicht ausreichend Farbe in den Stoff ein, die dann reduzieren kann.

indischer Holzstempel auf hartem Untergrund
indische Holzstempel auf weichem Untergrund
Und hier der Vergleich, oben auf weichem Untergrund gedruckt, unten auf hartem Untergrund. Dieselbe Paste.
Hier habe ich zwei unterschiedliche Pasten ausprobiert. Die Paste des Hintergrund habe ich aus Indigopulver selbst extrahiert, die Paste der runden Muster ist aus kommerziellem Indigo von Seehaver & Siebert entstanden.
Und weil ich schon dabei war, habe ich die Paste auch gleich auf einer Aussparungspaste (wie für Katazome) aufgetragen. Dabei ging es mir hauptsächlich darum, um zu sehen, ob die Noripaste (Reservierungspaste für Katazome) auch das weitere Verfahren übersteht.

Bisheriges Fazit:

Ich muss an der Paste noch arbeiten. Die Verdickung an sich ist gut für die Stempel, aber mir behagt das Ergebnis noch nicht 100%. Die Färbung scheint an sich haltbar zu sein (ich lasse es wie immer noch etwas ruhen und werde es dann ordentlich auswaschen, wobei ich es schon deutlich stärker ausgewaschen habe, als meine normalen Indigofärbungen). Das Indigo hat aber einen Graustich. Ob man den rausbekommt oder ob diese Drucke halt so aussehen, das weiß ich noch nicht.

Als nächstes werde ich die Technik mal mit Schablonen anwenden. Mal sehen, ob es damit ein anderes Ergebnis gibt, weil man mit dem Schablonierpinsel doch deutlich tiefer in der Regel in den Stoff eindringt.

Im Vergleich zum Drucken mit der Miniküpe ist die Technik zwar deutlich spannender, aber das blau der Miniküpe gefällt mir noch besser.

Ich werde die Technik mit in meine Kurse mitnehmen, damit wir auch etwas mit Positivdruck spielen können. Persönlich denke ich, es ist ein guter Anfang, aber da steckt noch etwas Arbeit drin.

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