Meandern

Dünn spinnen

Wenn ich wirklich das Bedürfnis danach habe meine Handarbeit vollständig zu entschleunigen, spinne ich dünn.

Ich bin im Moment bei dem Bentheimer von demletzt geblieben. Bei dem schönen Wetter (ja, wir haben hier schönes Wetter, auch wenn es zwischendrin mal zwei Tage geregnet hat) bin ich mit dem Picker einfach in den Hof gegangen.

picker

Vlies waschen, trocknen lassen, picken, kardieren und dann kämmen, um es schließlich zu verspinnen … das ist Entschleunigung. Viel langsamer kann es nicht mehr werden.

Nach ein paar Spindeln mit etwas dickerem Garn, dachte ich mir, richtig dünnes Garn wäre auch nicht schlecht. Und so spinne ich nun dünn und fest. Ich hoffe, es wird nach dem Verzwirnen immer noch fest genug zum Brettchenweben sein.

bentheimer_spindel_1

bentheimer_spindel_2

Alle Deckhaare konnte ich nicht entfernen, aber das macht nichts, da ich hoffe, darauf ein paar Bänder weben zu können.

Und weil ich auch taktil zwischendrin ein bisschen Abwechslung brauche, spinne ich Kaschmir. Es ist noch von einem Beutel schottischem Kaschmir, den ich mal vor vielen Jahren gekauft hatte. Damals wurden die letzten Bestände des schottischen Kaschmir verkauft und ich habe zugeschlagen, obwohl ich zu der Zeit noch nicht einmal mit diesen kurzen Fasern etwas anfangen konnte.

cashmere_spindle_1

cashmere_spindle_2

Das hat sich nun geändert und mit der supported ist es schon länger kein Problem mehr. Aber es braucht natürlich Geduld. Als Abwechslung zum Bentheimer ist es aber ideal. Andere Fasern, andere Technik.

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